Monatsarchiv für Juli 2008

24
Jul
 »  Kein Kommentar

treffen_bewerten_032.jpgWir alle kennen und lesen sie: die Kundenrezensionen von Amazon, Ciao und Co. Eine Studie von der Opinion Research Corporation im Juni 2008 belegt: Solche Bewertungen bilden für Online-Shopper immer häufiger die Grundlage für eine Kaufentscheidung. Über 60% der Befragten suchen vor dem Kauf eines neuen Produkts oder einer Serviceleistung gezielt im Internet nach den Meinungen und Erfahrungen anderer Käufer. Eine beeindruckende Mehrheit von 80% lässt sich von den Bewertungen beeinflussen. Neben den Kritiken werden von Online-Shoppern außerdem häufig der Preis und die Verfügbarkeit überprüft.

Die Anzahl der Rezensionen ist für die Online-Shopper ebenfalls entscheidend: Für knapp die Hälfte der Befragten sind vier bis sieben Bewertungen ausreichend, ca. ein Drittel lassen sich schon durch eins bis drei Reviews beeinflussen. Für die restlichen müssen es schon 10 Rezensionen sein, damit sie ins Gewicht fallen.

Besonderes Augenmerk richten die Online-Shopper dabei auf die Reisebranche, auf Freizeit- bzw. Erholungsangebote und auf Elektrogeräte. Über 80% kaufen Produkte aus diesen Kategorien überwiegend online.

15
Jul
 »  Kein Kommentar

magazines.jpgNachdem sich vor Kurzem bereits eine Studie mit der Bedeutung von Blogs für amerikanische Journalisten befasst hat, legt jetzt der deutsche Markt nach. Eine aktuelle Untersuchung hat sich ausgiebig mit dem Nutzungsverhalten des Web 2.0 durch Redakteure aus Deutschland beschäftigt und unterstreicht den zunehmenden Wert dieser Medien. Fast die Hälfte aller befragten Journalisten gab an, dass sie mindestens täglich Web 2.0-Inhalte für ihre Arbeit nutzen, drei Viertel sind darüber hinaus privat im Web 2.0 unterwegs.

Dabei stehen bei ihnen die eher „klassischen“ Angebote dieses neuen Mediums im Vordergrund: RSS Feeds, Blogs, Wikis und Communities. Multimedia-Angebote wie Video- oder Fotoportale sind hingegen für deutsche Journalisten weitaus weniger relevant.

Die Form der Nutzung ist dann auch als passiv zu bezeichnen, d.h. die Medien werden als Recherche-Tools verwendet, die Bereitschaft aktiv im Web 2.0 zu kommunizieren ist eher gering.

Trotz der verstärkten Nutzung als Informationsquelle betrachten die Befragten die Glaubwürdigkeit des Web 2.0-Angebotes als kritisch. Das Misstrauen ist weiterhin relativ groß. Es wird besonders die mangelhafte Glaubwürdigkeit und Anonymität der Informanten, das Fehlen journalistischer Standards und unklare Relevanzstrukturen der gebotenen Informationen kritisiert. Inwiefern hier allerdings die Berufsehre gegenüber den vermeintlichen „Konkurrenten“ eine Rolle spielt, kann nur spekuliert werden.