Monatsarchiv für Oktober 2008

31
Okt
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BlogDas Web 2.0 nimmt in Deutschland weiter an Fahrt auf. Nachdem sich im Jahr 2007 noch acht Prozent der Deutschen mit dem Thema „Blogging“ aktiv beschäftigt haben, ist die Anzahl in diesem Jahr auf elf Prozent gestiegen. Fakten dafür liefert das Institut für Demoskopie in Allensbach am Bodensee. Die Allensbacher Computer- und Technikanalyse untersucht jedes Jahr die Veränderungen in der Informations- und Kommunikationskultur in Deutschland. Dabei werden auch internetindizierte Veränderungen des Kaufverhaltens analysiert. Seit mehreren Jahren zeichnet sich ein Trend ab, der bestätigt, dass das Internet einen immer stärkeren Einfluss auf die Alltagskultur hat.

Die aktuelle Studie kommt beim Thema Web 2.0 zu folgenden Ergebnissen:

  • 25% schreiben Beiträge in Diskussionsforen (2007: 23%)
  • 26% stellen eigene Fotos in das Internet (2007: 19%)
  • 20% schreiben Bewertungen und Testberichte (2007: 18%)
  • 19% schreiben Kommentare in Blogs anderer Nutzer (2007: 16%)
  • 11% pflegen einen eigenen Blog (2007: 8%)

Die Ergebnisse der aktuellen Studie zeigen auf, dass die Anzahl der Produzenten von eigenen Inhalten für das Internet, dem so genannten User Generated Content, ansteigt. Die Nutzer wollen nicht mehr nur konsumieren, sondern das Netz selbst mitgestalten. Insbesondere Jugendliche gehen spielerisch mit den technischen Möglichkeiten um und experimentieren mit ihrer Kreativität. Fast die Hälfte aller 14- bis 19-Jährigen ist Teil einer Online-Community und nutzt diese immer mehr, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Damit laufen Communities den klassischen Email-Diensten zunehmend den Rang ab.

29
Okt
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Pepsi2
Rund 950 Millionen Euro lässt sich Pepsi Co. die Umsetzung des Re-Designs des Logos weltweit kosten. Neben der Hauptmarke Pepsi werden auch die Logos der Produktmarken Mountain Dew und Gatorade neu angepasst. David Burwick, Chief Marketing Officer bei Pepsi Co., begründet die weit reichende Entscheidung mit dem dramatischen Bedarf zum Handeln: „If we don’t change quickly, we run the risk of being a footnote in history“.

Pepsi Co. investiert erstmals im prominenten Stil in die Vernetzung von Web 2.0-Multiplikatoren für die Promotion seines neuen Designs. Jeder der von Pepsi kontaktierten 25 Meinungsmacher wurde dazu animiert, öffentlich über das Re-Design zu diskutieren. Wie die Diskussion verläuft, überlässt Pepsi Co. den Multiplikatoren selber und nutzt dabei die Hauptvorteile der Social Media: Authentizität, Transparenz und niedrige Kosten. Es geht hierbei weniger darum, nur positives Feedback zum neuen Look zu sammeln, sondern möglichst viel Aufmerksamkeit über authentische Quellen zu generieren. Menschen, die sich vorher nie über Produktverpackungen und Corporate Design unterhalten haben werden dazu animiert, ihre Meinung zu äußern.

Durch die Diskussion wird das Re-Design von einer simplen Logo-Veränderung auf eine neue Ebene geführt: Pepsis innovativer Anspruch „Erfrischung der nächsten Generation“ wird neu belebt und so die Hauptabgrenzung zur traditionellen Marke Coca-Cola unterstrichen.

24
Okt
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1999.jpgAllein in den USA leben ca. 80 Millionen Millenials, jene Altersgruppe, die um das Jahr 2000 herum volljährig geworden ist. Trotz ihrer großen Bedeutung für die Wirtschaft, haben weniger als die Hälfte der weltweiten Entscheider gemäß einer Economist Intelligence Unit Studie eine exklusive Marketing Strategie für diese Gruppe entwickelt. Die 164 befragten Entscheider aus Asien, Amerika und Europa äußerten in der Studie ihre Einstellungen gemäß der Ansprache dieser mit PC und Internet aufgewachsenen Generation.

Dabei kamen sie zu folgenden Schlussfolgerungen:

  • - 80% sind sich sicher, dass diese Zielgruppe gemäß ihrem Kommunikationsverhalten angesprochen werden muss
  • - 42 % wollen mehr in das exklusive Marketing für Millenials investieren
  • - 40 % sagen, dass Viral und WoM Marketing, welches auf die Interaktion der Zielgruppe untereinander setzt, die beste Methode ist, um Markenbotschaften zu vermitteln
  • - 67 % sagen, dass für Millenials die Beurteilung durch Mund-zu-Mund Propaganda wichtiger ist als der Preis
  • - Mehr als 40% sind sich sicher, dass Marketing in Online Communities der beste Weg ist, um Millenials anzusprechen

Die fehlende Erfahrung bei den Ergebnissen von WoM und Viral Marketing hält viele Budget-Verantwortliche noch zurück, wobei auch sie das Bedürfnis einer Neuorientierung spüren.

17
Okt
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Die JIM (Jugend, Information, Multimedia) Studie 2008 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest belegt, dass Computer zunehmend deutsche Kinderzimmer dominieren. Die Ergebnisse zeigen auf, dass das Internet zum Fernsehen aufgeschlossen hat. Das Nutzungsvolumen ist nahezu gleich und Computer sind mittlerweile häufiger in Kinderzimmern zu finden als Fernseher. Markenhersteller, die Jugendliche zu ihren Zielgruppen zählen sind daher gut beraten, sich stärker mit den Möglichkeiten von interaktivem Online-Marketing auseinanderzusetzen. Die Beliebtheit von Online-Communities wie SchülerVZ ist ein Indiz für die Bedeutung, welche der Bereich Social Media Marketing bereits jetzt besitzt.

Die Key-Findings der Studie im Einzelnen:

  1. Mit 71% besitzen mehr Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren einen eigenen Computer als einen Fernseher (61%)
  2. Jedem zweiten Jugendlichen steht zudem ein Internetanschluss zur Verfügung
  3. 84% der Jugendlichen sind mehrmals die Woche online
  4. Die häufigsten Tätigkeiten sind die Nutzung von Internetsuchmaschinen, Instant Messenger, E-Mail und Online-Communities.
  5. Ca. drei Viertel der Internetnutzer besuchen Online-Communities. 57% loggen sich mehrmals die Woche oder häufiger ein. Jeder zweite Internetnutzer hat bereits die Online-Community SchülerVZ besucht.
  6. Dennoch behält das Fernsehen einen starken Einfluss: 89% der Jugendlichen sehen mehrmals die Woche fern.

9
Okt
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Eine neue Studie über das Verhältnis zwischen Marke und Kunden der Londoner Agentur BrandRepublik gibt neue Aufschlüsse über die Relevanz von Social Networks.

Demnach honorieren es Kunden, wenn Marken in MySpace und Co. nicht nur als Mitglied repräsentiert werden, sondern auch mit anderen Mitgliedern interagieren.

 

 

 Key Findings der Studie:

  1. Knapp drei Viertel fühlen sich Marken näher verbunden, die mit ihnen in Social Networks interagieren
  2. Zwölf Prozent der Mitglieder in Facebook haben sich als Fan einer bestimmten Marke geoutet. 23 Prozent der MySpace-Mitglieder haben bereits eine Marke als Freund hinzugefügt
  3. Ebenfalls drei Viertel gaben an, dass sie sich ihrer Marke noch verbundener fühlen würden, wenn diese mit ihrer Social Network Repräsentanz auf Kommentare und Fragen reagieren würde.

Handlungsempfehlungen der Studie setzen auf die Interaktion mit den Kunden:

-    Die Marke kann z.B. relevante Themen an die Kunden herantragen, welche dann Kunden untereinander diskutieren
-    Negative Kommentare sollten ernst genommen werden und öffentlich im Social Network beantwortet werden
-    Die Tonalität der Kommunikation muss der Kundengruppe entsprechen
-    Das Aussenden von Promotions über die Social Network Repräsentanz wird von vielen Mitgliedern als lästig angesehen und zunehmend ignoriert

Die Studie basiert auf quantitativer Marktforschung in MySpace und Facebook mit Mitgliedern im Alter von 18 bis 50 Jahren sowie qualitativen Tiefeninterviews mit Entscheidern in britischen Medienunternehmen.