Reputation Management und der Datenklau bei SchuelerVZ

709px-SchuelerVZ-Logo.svgUnter Reputation Management oder Reputationsmanagement versteht man in der Regel alle systematischen Aktivitäten und Maßnahmen eines Unternehmens zum Aufbau und zur Verbesserung der Außenwahrnehmung der eigenen Marke oder Firma. Besonders wichtig wird dies natürlich im Falle einer negativen Meldung, die sich in Zeiten von Newsaggregatoren, Social-Media- und Real-Time-Kommunikation wie Twitter wie ein Lauffeuer im Internet verbreiten kann. In einem solchen Fall ist neben klassischer Schadensbegrenzung natürlich das richtige Reagieren auf die Meldungen und Meinungen der User gefragt, die idealerweise über die unternehmenseigenen Kanäle im Social Web erfolgen sollte.

Ein Fall, in dem das dringend nötig war, ereignete sich am Wochenende: Das inzwischen wichtigste deutsche Blog Netzpolitik.org teilte am Freitag mit, dass es über eine anonyme Quelle in den Besitz von mehr als einer Million Datensätzen von Nutzern des unter vor allem Jugendlichen sehr populären Social-Networks SchuelerVZ gelangt sei, die offenbar maschinell über einen Crawler ausgelesen wurden – ein PR-Gau erster Klasse für das zu den VZnet Netzwerken gehörende Portal, dessen größerer Ableger StudiVZ schon in der Vergangenheit mit einigen Imageproblemen und Kritik zu kämpfen hatte.

Vorbildlich an der Sache ist die schnelle Reaktion des Netzwerks: Im hauseigenen Blog der VZnet Netzwerke wurde noch am selben Tag damit begonnen, die Sache öffentlich zu diskutieren und den Schaden einzudämmen: So teilte man mit, dass die Daten bislang nicht an die Öffentlichkeit gelangt seien, man mit dem Datendieb in Kontakt stehe und dass der Vorfall keinerlei negative Folgen für den normalen Nutzer hätte – ausgelesen wurden, so heißt es weiter, nur die sowieso öffentlich einsehbaren Angaben jedes Nutzers. Dass dies natürlich nicht automatisiert und in großer Zahl möglich sein sollte und dass eben jene Daten dennoch hochsensibel sind, auch wenn Adressen und Telefon-Nummern nicht betroffen sind, ist wohl offensichtlich. Dennoch darf man die VZnet Netzwerke auch in Zukunft dazu ermuntern, in einer derart schnellen und offenen Art auf derartige Vorfälle zu reagieren. Man hat offenbar deutlich aus den Schlagzeilen der Vergangenheit gelernt.

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4 Kommentare

  1. André Hopf
    Erstellt am 19. Oktober 2009 um 11:22 | Permanent-Link

    Das Problem ist nicht, dass man die Daten eh lesen kann, sondern dass die dann endlos und unlöschbar im Netz sind, wenn die von irgendwem verbreitet werden, würde ich sagen, deswegen ist es auch nicht soo leicht vom Tisch zu wischen. Üble Geschichte, das.

  2. Christoph
    Erstellt am 19. Oktober 2009 um 21:51 | Permanent-Link

    Die ham wirklich gut reagiert, soweit richtig und komplette zustimmung. wenn ich da an die alten sachen denke, vor ein paar jahren… *brr*

  3. Erstellt am 22. Oktober 2009 um 09:10 | Permanent-Link

    @Andre: Sehr richtig. Natürlich davon abgesehen, dass die Daten auch hätten verkauft werden können an irgendwelche zwielichtigen Leute, die dann Spam schicken etc.

  4. Erstellt am 22. November 2009 um 12:39 | Permanent-Link

    Guten Tag,

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    Daher haben wir uns darauf spezialisiert, den Online-Ruf von Privatpersonen und Firmen zu verbessern und zu schützen. Erfahrung, Kompetenz und Kommunikation sind dabei Grundlagen unserer Arbeit und unseres Erfolges.

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