Facebook kündigt Änderungen bei den Privacy-Einstellungen an

Mark-Zuckerberg-Picture Was schon im Juli zum ersten Mal angekündigt wurde, wird jetzt Realität: Facebook-CEO Mark Zuckerberg hat heute in einem „Offenen Brief“ an alle 350 Millionen User angekündigt, dass die Privatshäre-Einstellungen des größten Social Networks in den nächsten Wochen grundlegend geändert werden sollen: „Facebooks momentanes Privatshäre-Modell basiert auf den „Networks“, Communities für Schulen, Firmen oder die Region, in der man lebt. Das hat so lange funktioniert, solange Facebook zum Großteil von Studenten benutzt wurde, weil es Sinn macht, dass ein Student Inhalte mit seinen Kommilitonen teilen will“, so Zuckerberg. Die Firmen- und Regionsnetzwerke sind dabei erst im Laufe der Zeit auf Wunsch der User hinzugekommen, inzwischen gibt es sogar Netzwerke für komplette Länder, die zur Kontrolle von Privatsphäre gänzlich ungeeignet sind, denn was hat es noch mit dem Teilen von Inhalten in einem kleinen Kreis zu tun, wenn man festlegt, dass ein ganzes Land die eigenen Inhalte sehen kann?

Die Lösung wird laut Zuckerberg ein komplett überarbeitetes Privatsphäre-Modell sein, dass wohl nicht mehr oder nicht mehr so stark auf den Networks basiert, die regionalen Varianten sollen sogar gänzlich abgeschafft werden. Stattdessen wird es zukünftig möglich sein, für jeden einzelnen Post festzulegen, wer diesen sehen kann und einige weitere Features sollen auf Wunsch vieler User vereinfacht werden. In seinem Brief bittet Mark Zuckerberg außerdem um Feedback zu den neuen Funktionen, sobald sie freigeschaltet sind.

Die Art und Weise, wie sich Facebook hinsichtlich des Teilen von Postings entwickelt, wird wohl einen großen Einfluss auf die Zukunft der Seite haben. Teilen die User ihre Inhalte mit jedem anderen User (wie es der vor einiger Zeit eingeführte, aber wohl nicht übermäßig genutzte „Everyone“-Button möglich macht), dann positioniert sich die Seite natürlich wesentlich besser im Kampf gegen den Microblogging-Giganten Twitter hinsichtlich durchsuchbarem und offenem User-Content. Auf der anderen Seite würde eine solche Entwicklung natürlich den grundsätzlich eher privaten Charakter des Netzwerks unterminieren und könnte diverse User abschrecken. Die Entwicklung scheint daher in beide Richtungen zugleich geplant zu sein: Jeder, der will, kann seine Inhalte mit dem kompletten Network teilen. Wer hingegen in kleinen Kreis bleiben will, erhält ebenfalls die Möglichkeit dazu.

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2 Kommentare

  1. Michael K.
    Erstellt am 3. Dezember 2009 um 10:18 | Permanent-Link

    Den Everyone-Button kannte ich noch gar nicht ;P. Ich selbst fänds jedenfalls gut, wenn Facebook nicht zu Twitter2.0 werden würde, sondern ein echtes Netzwerk bleiben würde.

  2. Thomas Weil
    Erstellt am 3. Dezember 2009 um 12:11 | Permanent-Link

    Dann wirds wohl nicht mehr damit, Twitter zu überholen mit dem Echtzeitnetz…

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