Klassische Werbung funktioniert immer weniger. Die Konsumenten zappen weg, wechseln den Kanal, suchen sich ihre Inhalte selbst aus. Sie verwenden Pop-Up-Blocker oder nehmen Werbung gar nicht mehr richtig wahr. Was funktioniert denn überhaupt noch? Social Networks. Die Marke muss dort hin, wo der Kunde ist, dort hin, wo über die großen Marken und Produkte jeden Tag geredet (Studie: „The 100 Most Social Brands of 2009“) wird. Und in welchem Social Network sind fast alle im Internet aktiven Menschen anzutreffen? Natürlich Facebook.
Ein paar beeindruckende Zahlen von comScore sind kurz vor Jahreswechsel publik geworden: So kommt das inzwischen mit weitem Abstand zum ehemaligen Konkurrenten MySpace größte Social Network der Welt neben 350 Millionen Usern auf weltweit auch inzwischen mehr als 100 Millionen U.S. Visitors in einem einzigen Monat (eine Zahl, die sonst nur von Yahoo! und Google erreicht wird). Insgesamt machten die Besuche auf der Webseite ganze 5,5% der kompletten Zeit im November 2009 aus, die die Menschen im Netz verbrachten.
In einzelnen Postings und Content gerechnet sieht das Ganze so aus:
• Shared Content: (Weblinks, Blogeinträge, Notizen): 3.5 Milliaren pro Woche
• Hochgeladene Photos: 2.5 Milliarden pro Monat
• Hochgeladene Videos: 14 Millionen pro Monat (mehr als 19,000 pro Stunde)
• Von Usern erstellte Events: 3.5 Millionen pro Monat
• Facebook Connect-User: 80 Millionen, verteilt auf 80.000 Webseiten im letzten Jahr
Beeindruckend sind aber nicht nur diese Zahlen, sondern auch das immer noch rasant anhaltende Wachstum der Titanic unter den Social Networks, das man folgender Grafik entnehmen kann:

Dazu kommen die inzwischen mehr als 350.000 Applications, d.h. kleine Programmen, die innerhalb des Netzwerks laufen, und die zum Teil (wie etwa im Fall von Social Games wie FarmVille oder Café World) von so vielen Menschen genutzt werden, dass diese Apps selbst die Einwohnerzahl von mittleren Staaten der Erde überschreiten und dass deren Entwicklerstudios inzwischen erzielte Einnahmen von mehr als 50 Millionen US-$ pro Jahr berichten können.
Was bedeutet das alles für die Social Media-Strategie ihres Unternehmens und für ihre Marke? Die Frage ist längst nicht mehr diejenige, ob man es sich im Jahr 2010 leisten sollte, in Social Media-Präsenzen, Facebook-Fanpages, die einen Mehrwert für die User bieten und nicht nur die alten Werbebotschaften reproduzieren, in Apps, in Produkt-spezifische Kampagnen und andere Aktivitäten zu investieren. Die Frage ist vielmehr, ob man es sich leisten kann, noch immer darauf zu verzichten, dort hin zu gehen, wo die ganze Internetwelt versammelt ist, wo die Marken von Heute neue Strategien entwickeln und die Marken von Morgen geboren werden.
massklusive konzipiert und realisiert Online Brand Building Kampagnen für Kunden wie Warner Bros., Unilever oder Montblanc.










Ein Kommentar
Und vor allem auch: Kann sich eine Firma es leisten, nicht die User von ihnen zu informieren oder mit irgendwas zu versorgen? Wer nicht im Netz ist, der existiert für einige jüngere User gar nicht mehr…
Ein Trackback
[...] den Zahn fühlen werden. In diesem Zusammenhang ein Linktipp auf einen interessanten Beitrag bei massklusive warum Facebook als Marketingkanal nicht mehr wegzudenken [...]