10 Milliarden veröffentlichte Nachrichten – diese „magische“ Grenze wurde vor einigen Tagen beim Kurznachrichtendienst Twitter erreicht – bei Gigatweet kann die aktuelle Entwicklung sogar in Echtzeit verfolgt werden. Durchschnittlich werden mittlerweile sekündlich etwa 600 Kurznachrichten in die Welt hinausgezwitschert.
Durch eine neue Studie des kalifornischen Internet-Sicherheitsunternehmens Barracuda Labs, für die 19 Millionen Twitter-Accounts untersucht wurden, konnten nun weitere, interessante Erkenntnisse zum Microblogging-Dienst gewonnen werden. Hier kurz die wichtigsten Aussagen zusammengefasst:
- - 21 Prozent der Twitter-Nutzer sind aktive Nutzer (mind. 10 Tweets, 10 Follower und 10 Following)
- - die Nutzer werden aktiver
- - 49 Prozent aller Nutzer und 48 der 100 beliebtesten Twitter-Nutzer (Nutzer mit den meisten Followern) meldeten sich zwischen November 2008 und April 2009 an
Den Grund für die vielen Neunutzer innerhalb eines halben Jahres, sehen die Autoren vor allem in den zahlreichen Neuanmeldungen berühmter Persönlichkeiten zu dieser Zeit. Diverse Musiker, Schauspieler oder Politiker geben seitdem bereitwillig Einblicke in ihr Privatleben. In Folge der dadurch steigenden Berichterstattung fanden auch Unternehmen und Marken ihren Weg ins Netz und speziell zu Twitter.

Noch interessanter erscheint allerdings der Anteil der aktiven Twitter-Nutzer, der mit 21Prozent zunächst sehr gering wirkt. Letztlich ist diese Verteilung (wenige Nutzer erstellen den Großteil der Inhalte) aber typisch für das gesamte Social Web – so stellte der dänische Webdesignexperte Jakob Nielsen bereits Ende 2006 die sogenannte „90-9-1 Regel“ zur Nutzung von Online-Communities auf. Demnach nutzen 90 Prozent diese passiv, lesen also mit und verfolgen Beiträge ohne aktive Beteiligung, z.B. in Form von Kommentaren. Neun Prozent beteiligen sich von Zeit zu Zeit und lediglich ein Prozent erzeugt aktiv einen Großteil der Beiträge oder kommentiert diese. Ähnlich beschreibt das Pareto-Prinzip, auch 80-zu-20-Regel genannt, dass 80 Prozent der Inhalte von 20 Prozent der Nutzer gestellt werden. Besonders für Anwendungen wie Wikipedia oder YouTube gilt dieses „Missverhältnis“ – beinahe jeder von uns hat bereits Videos auf YouTube gesehen oder Einträge bei Wikipedia gelesen – doch tatsächlich produziert haben diese nur die wenigsten, wahrscheinlich sogar weniger als ein Prozent aller Nutzer.
Für Unternehmen bleibt Twitter aus unserer Sicht ein interessanter Kommunikations- und Dialogkanal, der, wenn er authentisch und persönlich genutzt wird, den passiven genauso wie den aktiven Followern einen Mehrwert bieten kann. Erfolgreich nutzt Dell den Dienst als Verkaufskanal und das Telekommunikationsunternehmen Comcast für den direkten Kundensupport. Mittlerweile gibt es auch bei uns im deutschsprachigen Raum einige interessante Corporate Accounts – beispielsweise vom CinemaxX oder Otto. Auch wir zwitschern übrigens fleißig unter twitter.com/massklusive mit.
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Zu unseren Kunden zählen renommierte Unternehmen wie Montblanc, Swarovski, Unilever, W.L. Gore oder Dyson.










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