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Nachdem sich vor Kurzem bereits eine Studie mit der Bedeutung von Blogs für amerikanische Journalisten befasst hat, legt jetzt der deutsche Markt nach. Eine aktuelle Untersuchung hat sich ausgiebig mit dem Nutzungsverhalten des Web 2.0 durch Redakteure aus Deutschland beschäftigt und unterstreicht den zunehmenden Wert dieser Medien. Fast die Hälfte aller befragten Journalisten gab an, dass sie mindestens täglich Web 2.0-Inhalte für ihre Arbeit nutzen, drei Viertel sind darüber hinaus privat im Web 2.0 unterwegs.
Dabei stehen bei ihnen die eher „klassischen“ Angebote dieses neuen Mediums im Vordergrund: RSS Feeds, Blogs, Wikis und Communities. Multimedia-Angebote wie Video- oder Fotoportale sind hingegen für deutsche Journalisten weitaus weniger relevant.
Die Form der Nutzung ist dann auch als passiv zu bezeichnen, d.h. die Medien werden als Recherche-Tools verwendet, die Bereitschaft aktiv im Web 2.0 zu kommunizieren ist eher gering.
Trotz der verstärkten Nutzung als Informationsquelle betrachten die Befragten die Glaubwürdigkeit des Web 2.0-Angebotes als kritisch. Das Misstrauen ist weiterhin relativ groß. Es wird besonders die mangelhafte Glaubwürdigkeit und Anonymität der Informanten, das Fehlen journalistischer Standards und unklare Relevanzstrukturen der gebotenen Informationen kritisiert. Inwiefern hier allerdings die Berufsehre gegenüber den vermeintlichen „Konkurrenten“ eine Rolle spielt, kann nur spekuliert werden.












