Archiv der Kategorie ‘Agenturen‘

6
Mrz
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ag sm

Was ist eigentlich der TKP für ein Social Media Engagement? Was könnte der Standard für diesen Bereich der Marketing-Kommunikation sein?

Die Arbeitsgemeinschaft Social Media hat sich diesen Fragen auf dem Social Media Summit in Hamburg gewidmet und verschiedene Messpunkte diskutiert. Die zukünftige Social Media-Währung soll sich demnach aus einer Kombination von Reichweite und Intensität berechnen. Dieser Ansatz würde dem starken Einfluss der Vernetzung von Social Media-Vehikeln wie Blogs und Communities gerechter entsprechen als bisherige Abruf- und Leistungsmaße.

Die Reichweite würde nicht nur die Kontakte auf der eigentlichen Seite, sondern auch Abstrahl-Effekte auf andere Seiten durch Mundpropaganda einbeziehen. Zu diesem erweiterten Maß für die Reichweite, kommt das Maß an Intensität (Share-of-Voice/Share-of-Buzz), welches das bestimmte Thema mit anderen auf der Seite diskutierten Themen in ein Verhältnis setzt.

Die Idee hinter allem: Das Internet kann mehr als Clicks und Impressions!

Unser Ziel ist es, der Vernetzung in den Social Media Rechnung zu tragen und ein zuverlässiges Benchmarking für die viralen Effekte im Web 2.0 zu schaffen”, erklärt Jörg Blumtritt, Vorstandsvorsitzender der AG Social Media. “Ich bin glücklich, dass der oftmals kontroverse Diskussionsprozess der letzten Monate jetzt die ersten Ergebnisse zeigt”, so Blumtritt abschließend. Die technische Kommission der Arbeitsgemeinschaft wird sich in den nächsten Wochen mit der technischen Umsetzung eines Mess-Systems für das Social-Media-Maß befassen.

Die Arbeitsgemeinschaft Social Media wurde auf der Re:publica 08 in Berlin geboren. Als Verein im Mai 2008 gegründet, vertritt die AG Social Media die Interessen der Social Media Produzenten – Blogger, Social Networks und Communities – und fördert die Erforschung dieser Kommunikationskanäle.

Ein Branchen-Standard würde einen großen Beitrag dazu leisten, die bestehenden Unsicherheiten im Umgang mit Social Media zu überwinden und Vertrauen bei Unternehmen aufzubauen. Das große Potenzial dieser Interaktion mit Kunden und Konsumenten könnte weiter erschlossen werden. Daher bleibt zu hoffen, dass die Initiative genügend Gehör in der Branche findet. Wir werden sie gerne unterstützen.

20
Feb
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Social Media Week„Eine Million Freunde sind mehr wert als zehn Millionen geschenkte Dollar.“ Das sind die Worte von Gary Vaynerchuk, einem Weinhändler, der per Social Media Marketing seinen Familienbetrieb „Wine Library“ zu einem Branchenführer ausgebaut hat. Vaynerchuk war einer der mit Interesse erwarteten Redner auf der Social Media Week, die letzte Woche in New York statt fand. Der Branchen-Event konnte auch in diesem Jahr mit Diskussionsrunden, Workshops und der Prämierung von exzellenten Social Media Marketing-Kampagnen viel Aufmerksamkeit und Besucher anziehen.

In der Diskussionsrunde „Making the Brand – Social Media for the Long Haul“ mit Vaynerchuk, Ian Schafer (Deep Focus Interactive Marketing), Brian Morissey (Adweek) und John Adell (Wired) wurde die schwierige Annäherung zwischen Marken und Social Media debattiert. Hauptkritikpunkt war, dass Unternehmen Social Media bisher noch nicht in ihre Branding Strategy aufgenommen haben. Es werden zunehmend Experten aus dem Social Media Bereich zu Rate gezogen, aber solange das Hauptelement „dem Kunden zuhören und Wertschätzung entgegenbringen“ nicht in das konventionelle Marketingverständnis integriert wird, kann Social Media Marketing nicht die volle Kraft entfalten.

„Zuhören“ alleine reicht nicht. Es wird immer mehr Social Media auf Unternehmensseite eingesetzt, aber ein echter Dialog findet in den wenigsten Fällen statt. Vaynerchuk hat mit einem Video-Blog “Wine Library TV”, in dem er Weine bewertet, seinen Wein-Handel berühmt gemacht und versucht auf alle Emails seiner Zuschauer persönlich zu antworten. Er steht für eine Unternehmenskultur in der Social Media klar in die Branding Strategy integriert ist. Als weiteres erfolgreiches Beispiel wurde Zappos, ein Online-Schuhhändler aufgeführt, bei dem Mitarbeiter per Twitter über ihre Arbeit schreiben und mit den Kunden Kontakt halten. Auf diese Weise geben die Mitarbeiter Einblicke in das Unternehmen und pflegen das Image eines extrem kundenorientierten Dienstleisters.

Mit Bezug auf den Wissenschaftler Charles Darwin war die Empfehlung an Markenunternehmen nicht in einem „Only the strong will survive“ Paradigma zu denken, sondern gemäß einem „Those that adapt will survive“ Paradigma. Die weltweite Rezession bietet die Chance, die eigene Strategie zu überarbeiten und neu auszurichten. Wer sich in dieser Phase an Funktion von Social Media orientiert wird gestärkt aus der Krise hervortreten und dank loyaler Kunden sein Geschäft ausbauen können.

12
Dez
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Interessante Diskussion beim Werbeblogger.

Es wird die Frage aufgeworfen, warum so sich wenig Agenturen mit der Konzeption von Inhalten für den Longtail beschäftigen.

Eine Frage, die wir uns schon vor geraumer Zeit gestellt haben. Und seitdem u.a. diese Dienstleistung anbieten.

Aus dem Beitrag:

Ich meine damit eher -ganz dem Prinzip des Longtail folgend- die Besetzung von Fachleuten in Agenturen, die die einzelnen sozialen Medien auch wirklich kennen und verstehen. Immer wieder treffe ich auf Kollegen, die mit stolzer Brust sagen: Wir haben jetzt auch einen Podcast für einen Kunden realisiert. Ergebnis: Es existiert ein Link auf der Firmenseite zu einer Audio-Datei: ohne Feed, ohne Serienkonzept, ohne Player, ohne Content-Charme.
Und immer wieder erlebe ich, dass Agenturen auch guten Kunden-Content nicht für eine “Verbreitung” im Web vorbereiten, sondern dieser oft genug auf einer kleinen Subseite des Kunden versauert.

Der Grund ist aus meiner Sicht schnell gefunden: es macht viel Arbeit.
Im atomisierten Medienkosmos des Internet muss Agentur eben ein paar Medien mehr verwalten als in den klassischen Kanälen.
Und nicht nur das: man muss auch die mehr oder minder individualsierte Ansprache der Zielgruppe(n) beherrschen.

Hier ist mit nur einer abgestimmten Tonalität und dazugehöriger Kernbotschaft kein Blumentopf zu gewinnen.