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Es sah alles nach einer gelungenen PR-Aktion aus, die Softdrink-Hersteller Dr. Pepper da im Frühjahr dieses Jahres startete: Die Firma versprach jedem Amerikaner eine Flasche ihres Getränkes, wenn die Band Guns’n’Roses es noch 2008 schaffen würde, ihr langerwartetes Album Chinese Democracy zu veröffentlichen. Die Chancen, dass dies tatsächlich eintreten würde, standen damals ungefähr so hoch wie die Wahrscheinlichkeit, dass der Fußball-Verein eines kleinen baden-württembergischen Dorfes Herbstmeister der Fußball-Bundesliga werden würde. Schließlich warteten die Fans jetzt schon gute 15 Jahre auf ein Lebenszeichen von Axl Rose. Doch Ende November passierte das Unfassbare und das sechste Album von Guns’n’Roses erschien tatsächlich.
Jetzt war es an Dr. Pepper, zu zeigen, dass sie zu ihrem Wort stehen würden. Ihre Lösung für das logistisch praktisch unmögliche Problem: Jeder Amerikaner, der einen Gratis-Drink haben wollte, musste sich auf einer Website zu registrieren. Die Server brachen zusammen und lange nicht jeder, der eine Flasche wollte, bekam eine. Und das, so die Anwälte der Band, entsprach nicht dem, was Dr. Pepper versprochen hatte. Sie sprachen von unerlaubter Werbung mit dem Namen der Band und forderten eine Entschuldigung von der Firma. Und wie schon bei der vollmundigen Ankündigung verbreitete sich das Thema blitzschnell in der Online-Welt – sehr zum Schaden der Firmen-Reputation.
Ebenfalls in die virtuellen Online-Nesseln gesetzt hat sich das Pharma-Unternehmen Motrin, das sich für ihre neueste Kampagne einen Trend unter jungen Müttern aussuchte: das so genannte „Babywearing“, also das Tragen von Babys vor dem Bauch mit Hilfe von Tragen, Tüchern usw. Die ungefähre Tonalität der Kampagne: „Ich tue das für mein Baby, weil es so von mir erwartet wird – aber wer denkt an mich und meine verspannten Muskeln?“. Vielleicht dachte die Firma, junge Mütter hätten keine Zeit zum Bloggen, doch da unterschätzten sie besonders die Macht von Twitter. In kürzester Zeit brandete eine Welle der Empörung durch das Netz. Die Folge: Motrin entschuldigte sich, nahm die Kampagne von der Website und brauchte, so O-Ton VP Marketing Kathy Widmer, einiges ihrer eigenen Kopfschmerz-Medizin. Und so schließt sie mit den Worten: „When you make a mistake - own up to it, and say you’re sorry. Learn from that mistake.”













Das Web 2.0 nimmt in Deutschland weiter an Fahrt auf. Nachdem sich im Jahr 2007 noch acht Prozent der Deutschen mit dem Thema „Blogging“ aktiv beschäftigt haben, ist die Anzahl in diesem Jahr auf elf Prozent gestiegen. Fakten dafür liefert das Institut für Demoskopie in Allensbach am Bodensee. Die
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Nahezu unbegrenzt sind die Möglichkeiten, dem Ruf eines Unternehmens mit Bad Publicity zu schaden. Klassisch gesehen, bieten Skandale rund um das Business und die Leitfiguren des Unternehmens beliebte Gründe für Anprangerungen und Boykottaufrufe. Aber auch schon kleine verbale Ausrutscher werden, wie z.B. im
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