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Posted in » Dialog, Social Media by Sebastian Baumer
Unter Reputation Management oder Reputationsmanagement versteht man in der Regel alle systematischen Aktivitäten und Maßnahmen eines Unternehmens zum Aufbau und zur Verbesserung der Außenwahrnehmung der eigenen Marke oder Firma. Besonders wichtig wird dies natürlich im Falle einer negativen Meldung, die sich in Zeiten von Newsaggregatoren, Social-Media- und Real-Time-Kommunikation wie Twitter wie ein Lauffeuer im Internet verbreiten kann. In einem solchen Fall ist neben klassischer Schadensbegrenzung natürlich das richtige Reagieren auf die Meldungen und Meinungen der User gefragt, die idealerweise über die unternehmenseigenen Kanäle im Social Web erfolgen sollte.
Ein Fall, in dem das dringend nötig war, ereignete sich am Wochenende: Das inzwischen wichtigste deutsche Blog Netzpolitik.org teilte am Freitag mit, dass es über eine anonyme Quelle in den Besitz von mehr als einer Million Datensätzen von Nutzern des unter vor allem Jugendlichen sehr populären Social-Networks SchuelerVZ gelangt sei, die offenbar maschinell über einen Crawler ausgelesen wurden – ein PR-Gau erster Klasse für das zu den VZnet Netzwerken gehörende Portal, dessen größerer Ableger StudiVZ schon in der Vergangenheit mit einigen Imageproblemen und Kritik zu kämpfen hatte.
Vorbildlich an der Sache ist die schnelle Reaktion des Netzwerks: Im hauseigenen Blog der VZnet Netzwerke wurde noch am selben Tag damit begonnen, die Sache öffentlich zu diskutieren und den Schaden einzudämmen: So teilte man mit, dass die Daten bislang nicht an die Öffentlichkeit gelangt seien, man mit dem Datendieb in Kontakt stehe und dass der Vorfall keinerlei negative Folgen für den normalen Nutzer hätte – ausgelesen wurden, so heißt es weiter, nur die sowieso öffentlich einsehbaren Angaben jedes Nutzers. Dass dies natürlich nicht automatisiert und in großer Zahl möglich sein sollte und dass eben jene Daten dennoch hochsensibel sind, auch wenn Adressen und Telefon-Nummern nicht betroffen sind, ist wohl offensichtlich. Dennoch darf man die VZnet Netzwerke auch in Zukunft dazu ermuntern, in einer derart schnellen und offenen Art auf derartige Vorfälle zu reagieren. Man hat offenbar deutlich aus den Schlagzeilen der Vergangenheit gelernt.
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