Archiv der Kategorie ‘Marke‘

21
Nov
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Die englische Financial Times Homepage hat ein neues Layout. Im Vorfeld stellten die Herausgeber eine Preview-Seite ins Internet. Auf dieser wurden der Aufbau und die neuen Rubriken anschaulich erklärt. So konnten sich die Leser mit der neuen Gestaltung vertraut machen und wurden auf den Tag der Umstellung vorbereitet.

Ein weiteres Feature der Preview-Seite: das neue Layout konnte vor dem Launch bewertet werden. Anregungen der Leser konnten in dieser Phase noch ohne große Komplikationen berücksichtigt werden. Damit zeigte die Financial Times ihre Wertschätzung der Leserschaft. Grundvoraussetzung für ein aktives Kundenbeziehungs-Management.

Interessant ist auch die Diskussion darüber, ob sich die Grafiker an einem typischen Blog-Layout orientiert haben. Möglicherweise ein großer Schritt, der die Grenze zwischen traditionellen Nachrichten-Formaten und Blogs weiter auflösen wird.

Viele Medienmarken bieten mittlerweile Blog-Beiträge einzelner Redakteure an. Ein deutsches Beispiel ist der Netzökonom-Blog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dort hat das relativ neue Blog-Format jedoch eher ein Nischendasein geführt. Die Financial Times richtet sein Hauptangebot nun an dessen Design aus und bietet dem Blog-Format damit eine größere Bühne. Bei Erfolg könnte dieser Schritt weitere Nachrichten-Seiten dazu animieren, Ähnliches zu tun. Somit würde dem Blog-Format auch eine stärkere kommerzielle Bedeutung beigemessen.

14
Nov
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starbucks.jpgDer vergangene US-Wahlkampf war der teuerste in der Geschichte von Amerika. Von dem Höhepunkt der öffentlichen und medialen Aufmerksamkeit haben sich am vierten November auch mehrere US-Marken einen Teil sichern können. „Free Food and Drinks for Voters“ wurden an jenem wichtigen Dienstag von Starbucks und Ben & Jerry‘s als patriotisches Statement feilgeboten. Jeder Kunde konnte sich auf Anfrage einen kostenlosen Kaffee oder eine Kugel Eiscreme abholen. Dass der Kunde auch wirklich gewählt hatte, musste nicht bewiesen werden.

Es wird interessant, wenn man bedenkt, dass die Entscheidung von Starbucks relativ spontan fiel und nur wenige Tage blieben um diese altruistische Aktion zu promoten. Die Botschaft: „If you care enough to vote, we care enough to give you a free coffee“ wurde als simpler, aber ansprechender Spot von einer Minute Länge umgesetzt. Mit animierten Aussagen zur Demokratie in den USA und dem Bekenntnis von Starbucks zu den damit verbundenen Werten, rechtfertigte das Kaffee-Imperium seine Initiative.

Passend zum Kontext der sehr kurzen Aktion wählte Starbucks verschiedene Videoportale, um den Spot zu seeden. Es ging aus Marketer-Perspektive anscheinend vor allem darum, Kunden zum Weitersagen zu animieren, als sie tatsächlich in die Cafés zu locken. Eine solche Botschaft wirkt auch nach dem vierten November, obwohl das Angebot nicht mehr aktuell ist. Zur Freude der Starbucks-Marketer ist zu bezweifeln, dass wirklich viele Kunden das Angebot nutzten, aber sicher, dass viele davon erfahren haben. Das Ergebnis: eine Stärkung der Marke als amerikanisches Symbol.

29
Okt
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Rund 950 Millionen Euro lässt sich Pepsi Co. die Umsetzung des Re-Designs des Logos weltweit kosten. Neben der Hauptmarke Pepsi werden auch die Logos der Produktmarken Mountain Dew und Gatorade neu angepasst. David Burwick, Chief Marketing Officer bei Pepsi Co., begründet die weit reichende Entscheidung mit dem dramatischen Bedarf zum Handeln: „If we don’t change quickly, we run the risk of being a footnote in history“.

Pepsi Co. investiert erstmals im prominenten Stil in die Vernetzung von Web 2.0-Multiplikatoren für die Promotion seines neuen Designs. Jeder der von Pepsi kontaktierten 25 Meinungsmacher wurde dazu animiert, öffentlich über das Re-Design zu diskutieren. Wie die Diskussion verläuft, überlässt Pepsi Co. den Multiplikatoren selber und nutzt dabei die Hauptvorteile der Social Media: Authentizität, Transparenz und niedrige Kosten. Es geht hierbei weniger darum, nur positives Feedback zum neuen Look zu sammeln, sondern möglichst viel Aufmerksamkeit über authentische Quellen zu generieren. Menschen, die sich vorher nie über Produktverpackungen und Corporate Design unterhalten haben werden dazu animiert, ihre Meinung zu äußern.

Durch die Diskussion wird das Re-Design von einer simplen Logo-Veränderung auf eine neue Ebene geführt: Pepsis innovativer Anspruch „Erfrischung der nächsten Generation“ wird neu belebt und so die Hauptabgrenzung zur traditionellen Marke Coca-Cola unterstrichen.

9
Okt
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Eine neue Studie über das Verhältnis zwischen Marke und Kunden der Londoner Agentur BrandRepublik gibt neue Aufschlüsse über die Relevanz von Social Networks.

Demnach honorieren es Kunden, wenn Marken in MySpace und Co. nicht nur als Mitglied repräsentiert werden, sondern auch mit anderen Mitgliedern interagieren.

 

 

 Key Findings der Studie:

  1. Knapp drei Viertel fühlen sich Marken näher verbunden, die mit ihnen in Social Networks interagieren
  2. Zwölf Prozent der Mitglieder in Facebook haben sich als Fan einer bestimmten Marke geoutet. 23 Prozent der MySpace-Mitglieder haben bereits eine Marke als Freund hinzugefügt
  3. Ebenfalls drei Viertel gaben an, dass sie sich ihrer Marke noch verbundener fühlen würden, wenn diese mit ihrer Social Network Repräsentanz auf Kommentare und Fragen reagieren würde.

Handlungsempfehlungen der Studie setzen auf die Interaktion mit den Kunden:

-    Die Marke kann z.B. relevante Themen an die Kunden herantragen, welche dann Kunden untereinander diskutieren
-    Negative Kommentare sollten ernst genommen werden und öffentlich im Social Network beantwortet werden
-    Die Tonalität der Kommunikation muss der Kundengruppe entsprechen
-    Das Aussenden von Promotions über die Social Network Repräsentanz wird von vielen Mitgliedern als lästig angesehen und zunehmend ignoriert

Die Studie basiert auf quantitativer Marktforschung in MySpace und Facebook mit Mitgliedern im Alter von 18 bis 50 Jahren sowie qualitativen Tiefeninterviews mit Entscheidern in britischen Medienunternehmen.

26
Sep
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rating-sample_03.jpgDie Studie „Brand New World“ von Platform-A Germany bringt neue Erkenntnisse über den Einfluss des Internets auf die Markenwahrnehmung und das Kaufverhalten.
Demnach sind Produktrezensionen und Preisvergleich-Portale für die deutschen Internetnutzer von immer stärkerer Bedeutung. Knapp dreiviertel (71%) haben innerhalb der letzten sechs Monate eine Produktrezension von anderen Konsumenten gelesen und mehr als zwei Drittel (68%) nutzten Portale zum Vergleichen von Preisen.
Eine weitere Erkenntnis ist, dass Informationen im Internet die Beziehung zwischen Käufern und Marken beeinflusst. Fast die Hälfte der Käufer (46%) beurteilten verschiedene Marken nach ihrer Internet-Recherche positiver.

Andrew Bradford, Mitautor der Studie spricht von einem hohen Potenzial, aber auch von der Gefahr, dass die traditionell aufgebauten Markenbeziehungen durch das Internet untergraben werden könnten.

Die Studie bestätigt die steigende Relevanz des Online-Marketings. Mit professionellem Monitoring und Posting können Unternehmen das Image ihrer Marken im Internet effizient evaluieren und steuern. Nur diese Erkenntnisse können die Grundlage für effektives Online-Marketing sein.